Thinking outside the box
Islamica Magazine bemüht sich zwar in erster Linie um die Bekämpfung von Islamophobie unter Mithilfe von Experten, so to speak, wie John Esposito, konnte aber durch gehobenen Diskurs auch Lob von Samuel Huntington oder dem Times Educational Supplement
einheimsen. Für Islamicas Fähigkeit, outside the box zu denken, spricht auch der Artikel zur Situation im Darfur, verfasst von Seán O’Fahey, der Geschichte an der Universität Bergen lehrt. Er fragt: “Why are Muslims not more vocal about what is happening in Darfur?” und stellt das Offensichtliche fest: “Sadly, racism has become a potent factor”´.
Judging by reports I see from the U.N., World Bank, and elsewhere, I can only describe [the situation] as one of inexorable deterioration. The Security Council, in resolution 1706, has authorized a peacekeeping force with a robust mandate of some 17,000 soldiers plus some 3,000 police. The catch is that they can only enter Darfur with the agreement of the Khartoum government, which has utterly refused to countenance such a force. … The peacekeeping force would have to consist of troops from industrialized countries, if only for logistical reasons.
The best way the world can help is to let them sort out their differences undisturbed by outsiders, and here I include the Khartoum government, which has very little legitimacy in Darfur.
Am 22. August 2007 um 18:48 Uhr
1. Gut, dass es Seiten gibt, die auf diese Tragödie aufmerksam machen
2. Ihr stellt den Konflikt völlig falsch als einen Rassenkonflikt dar
Das ganze ist wesentlich komplizierter, als ihr es vieleicht glauben wollt
Hier mal zwei Links, die ihr euch mal durchlesen solltet, statt immer nur von 400.000 Genozidtoten zu schreiben:
http://www.kommunikationssystem.de/news/Afrika/Fw:-%5BGWR%5D-Rezension:-G%E9rard-Prunier,-Darfur-Der-uneindeutige-Genozid-Der-unbekannte-Gandhi-des-Sudan-38538.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25482/1.html
Dabei ist die Diskussion, ob es nun ein Völkermord ist oder nicht, doch wirklich nur akademische Haarspalterei. Ob Menschen nun unter der Prämisse Krieg oder Genozid sterben, ist doch wohl egal.
Nur für die UN Bürokratie ist das wichtig.
Über die Verbrechen der Rebellen wird auf den ganzen “Darfur helfen” Seite nie berichtet, im Gegenteil, sie scheinen eine Art Freiheitskämpfer gegen die Zentralregierung zu sein.
Die Rebellen bekämpfen sich doch mittlerweile gegenseitig, meist entlang ethnischer Trennlinien und sie gehen dabei auch sehr brutal vor. Außerdem hat sich der Konflikt internationalisiert (Tschad, ZR).
Als letztes: natürlich interessiert der Sudan in Deutschland keine Sau. Der Krieg im Süden wurde auch nie beachtet (~2 Mio. Tote). Auch im Süden kam es zu grausamen Vertreibungskampagnen (Dschihad 92 gegen die Nuba), komischerweise gab es aber nie eine Solidaritätskampagne im Internet. Genausowenig wie eine “save congo” Initiative. Im “Herz der Finsternis” sind in den letzten 11 Jahren mehr Menschen gestorben als sonstwo…
Demonstriert wird ja immer nur , wenn die bösen USA beteiligt sind.
Wer ging schon demonstrieren, nachdem die Amis 73 aus Vietnam abzogen und in Kambodscha ein Fünftel der Bevölkerung ausgerottet wurde? Afrika ist sowieso uninterssant für die linken Hirnis der Friedensbewegung.
Humanitäre Intervention? Ja, sicher sind die 26000 Mann UN Truppen besser als nichts, aber was sollen die in einem hochkomplexen Konflikt auf einer Fläche größer als Frankreich ohne Infrastruktur mit gebirgigem Gelände zur Entwaffnung der Milizen ausrichten? Die Flüchtlingslager können sie vielleich noch schützen, viel mehr aber auch nicht. Um Darfur plus die angrenzenden Gebiete des Tschad wirklich zu befrieden, bräuchte man eher 250.000 Mann.
Und wenn man schon hierzulande nicht den schnellsten Massenmord der Geschichte (Ruanda), den man laut dem dort stationiertem UN General mit 5000 Mann und einem robusten Mandat hätte verhindern können, stoppen wollte, hat der Sudan sehr schlechte Karten.