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	<title>Kommentare zu: Thinking outside the box</title>
	<link>http://www.darfurgruppe-berlin.org/2007/06/19/90/</link>
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	<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 13:50:16 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://www.darfurgruppe-berlin.org/2007/06/19/90/#comment-98</link>
		<author>Daniel</author>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 17:48:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.darfurgruppe-berlin.org/2007/06/19/90/#comment-98</guid>
		<description>1. Gut, dass es Seiten gibt, die auf diese Tragödie aufmerksam machen

2. Ihr stellt den Konflikt völlig falsch als einen Rassenkonflikt dar
Das ganze ist wesentlich komplizierter, als ihr es vieleicht glauben wollt

Hier mal zwei Links, die ihr euch mal durchlesen solltet, statt immer nur von 400.000 Genozidtoten zu schreiben:
http://www.kommunikationssystem.de/news/Afrika/Fw:-%5BGWR%5D-Rezension:-G%E9rard-Prunier,-Darfur-Der-uneindeutige-Genozid-Der-unbekannte-Gandhi-des-Sudan-38538.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25482/1.html

Dabei ist die Diskussion, ob es nun ein Völkermord ist oder nicht, doch wirklich nur akademische Haarspalterei. Ob Menschen nun unter der Prämisse Krieg oder Genozid sterben, ist doch wohl egal. 
Nur für die UN Bürokratie ist das wichtig.

Über die Verbrechen der Rebellen wird auf den ganzen "Darfur helfen" Seite nie berichtet, im Gegenteil, sie scheinen eine Art Freiheitskämpfer gegen die Zentralregierung zu sein.
Die Rebellen bekämpfen sich doch mittlerweile gegenseitig, meist entlang ethnischer Trennlinien und sie gehen dabei auch sehr brutal vor. Außerdem hat sich der Konflikt internationalisiert (Tschad, ZR).

Als letztes: natürlich interessiert der Sudan in Deutschland keine Sau. Der Krieg im Süden wurde auch nie beachtet (~2 Mio. Tote). Auch im Süden kam es zu grausamen Vertreibungskampagnen (Dschihad 92 gegen die Nuba), komischerweise gab es aber nie eine Solidaritätskampagne im Internet. Genausowenig wie eine "save congo" Initiative. Im "Herz der Finsternis" sind in den letzten 11 Jahren mehr Menschen gestorben als sonstwo...
Demonstriert wird ja immer nur , wenn die bösen USA beteiligt sind. 
Wer ging schon demonstrieren, nachdem die Amis 73 aus Vietnam abzogen und in Kambodscha ein Fünftel der Bevölkerung ausgerottet wurde? Afrika ist sowieso uninterssant für die linken Hirnis der Friedensbewegung.

Humanitäre Intervention? Ja, sicher sind die 26000 Mann UN Truppen besser als nichts, aber was sollen die in einem hochkomplexen Konflikt auf  einer Fläche größer als Frankreich ohne Infrastruktur mit gebirgigem Gelände zur Entwaffnung der Milizen ausrichten? Die Flüchtlingslager können sie vielleich noch schützen, viel mehr aber auch nicht. Um Darfur plus die angrenzenden Gebiete des Tschad wirklich zu befrieden, bräuchte man eher 250.000 Mann. 

Und wenn man schon hierzulande nicht den schnellsten Massenmord der Geschichte (Ruanda), den man laut dem dort stationiertem UN General mit 5000 Mann und einem robusten Mandat hätte verhindern können, stoppen wollte, hat der Sudan sehr schlechte Karten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1. Gut, dass es Seiten gibt, die auf diese Tragödie aufmerksam machen</p>
<p>2. Ihr stellt den Konflikt völlig falsch als einen Rassenkonflikt dar<br />
Das ganze ist wesentlich komplizierter, als ihr es vieleicht glauben wollt</p>
<p>Hier mal zwei Links, die ihr euch mal durchlesen solltet, statt immer nur von 400.000 Genozidtoten zu schreiben:<br />
<a href="http://www.kommunikationssystem.de/news/Afrika/Fw:-%5BGWR%5D-Rezension:-G%E9rard-Prunier,-Darfur-Der-uneindeutige-Genozid-Der-unbekannte-Gandhi-des-Sudan-38538.html" rel="nofollow">http://www.kommunikationssystem.de/news/Afrika/Fw:-%5BGWR%5D-Rezension:-G%E9rard-Prunier,-Darfur-Der-uneindeutige-Genozid-Der-unbekannte-Gandhi-des-Sudan-38538.html</a><br />
<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25482/1.html" rel="nofollow">http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25482/1.html</a></p>
<p>Dabei ist die Diskussion, ob es nun ein Völkermord ist oder nicht, doch wirklich nur akademische Haarspalterei. Ob Menschen nun unter der Prämisse Krieg oder Genozid sterben, ist doch wohl egal.<br />
Nur für die UN Bürokratie ist das wichtig.</p>
<p>Über die Verbrechen der Rebellen wird auf den ganzen &#8220;Darfur helfen&#8221; Seite nie berichtet, im Gegenteil, sie scheinen eine Art Freiheitskämpfer gegen die Zentralregierung zu sein.<br />
Die Rebellen bekämpfen sich doch mittlerweile gegenseitig, meist entlang ethnischer Trennlinien und sie gehen dabei auch sehr brutal vor. Außerdem hat sich der Konflikt internationalisiert (Tschad, ZR).</p>
<p>Als letztes: natürlich interessiert der Sudan in Deutschland keine Sau. Der Krieg im Süden wurde auch nie beachtet (~2 Mio. Tote). Auch im Süden kam es zu grausamen Vertreibungskampagnen (Dschihad 92 gegen die Nuba), komischerweise gab es aber nie eine Solidaritätskampagne im Internet. Genausowenig wie eine &#8220;save congo&#8221; Initiative. Im &#8220;Herz der Finsternis&#8221; sind in den letzten 11 Jahren mehr Menschen gestorben als sonstwo&#8230;<br />
Demonstriert wird ja immer nur , wenn die bösen USA beteiligt sind.<br />
Wer ging schon demonstrieren, nachdem die Amis 73 aus Vietnam abzogen und in Kambodscha ein Fünftel der Bevölkerung ausgerottet wurde? Afrika ist sowieso uninterssant für die linken Hirnis der Friedensbewegung.</p>
<p>Humanitäre Intervention? Ja, sicher sind die 26000 Mann UN Truppen besser als nichts, aber was sollen die in einem hochkomplexen Konflikt auf  einer Fläche größer als Frankreich ohne Infrastruktur mit gebirgigem Gelände zur Entwaffnung der Milizen ausrichten? Die Flüchtlingslager können sie vielleich noch schützen, viel mehr aber auch nicht. Um Darfur plus die angrenzenden Gebiete des Tschad wirklich zu befrieden, bräuchte man eher 250.000 Mann. </p>
<p>Und wenn man schon hierzulande nicht den schnellsten Massenmord der Geschichte (Ruanda), den man laut dem dort stationiertem UN General mit 5000 Mann und einem robusten Mandat hätte verhindern können, stoppen wollte, hat der Sudan sehr schlechte Karten.</p>
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